1969-1_4
1971-1 Roverfahrt nach Frankreich 1971  (Juni 1971)
              (Straßburg - Clermont-Ferrand - Neuvic d’Ussel - Bordeaux)


Teilnehmer:
        Robert Glier (Giel)
             Gunter Vogt

Schiffbruch auf der Dordogne

Ein Urlaub, der buchstäblich ins Wasser fiel.


Ein herzlicher Dank an Gaby und André

Die Vorbereitungen

Im Winter 1970 war bei Robert und mir der Plan gereift, unseren Urlaub im Sommer 1971 in Frankreich zu verbringen. Wir kamen auf die Idee, mit meinem Faltboot die Dordogne bis zur Mündung in die Gironde, bzw. in den Atlantik bis Bordeaux abwärts zu paddeln. Diese Idee nahm allmählich Formen an und wir begannen mit den Planungen.

Da es hier schwierig war, an Kartenmaterial zu kommen, beschlossen wir, über Ostern nach Straßburg zu Freunden zu fahren und uns dort Landkarten vom Verlauf der Dordogne zu beschaffen. So geschah es; jedoch auch in Straßburg war es nicht einfach, an Kartenmaterial zu kommen. Aber wir fanden doch einiges. Unsere Freunde Gaby und André halfen mir noch ein wenig bei der Formulierung von Schreiben, welche ich an die Syndicats d’Initiatives, die Touristen-Information, in größeren Orten entlang der Dordogne senden wollte. Diese sollten mir Informationsmaterial über ihre Gegend senden. Am Ostermontag fuhren wir dann wieder nach Hause. Es herrschte starker Reiseverkehr auf der Autobahn. In der Nähe von Baden-Baden krachte es dann. Es war jemand auf meinen schönen roten Kadett aufgefahren und hatte den Kofferraum eingedrückt. Zufällig kam auf der Gegenfahrbahn ein Polizeiauto. Die Beamten hatten gesehen, was passiert war und hielten an. Mutig stellte sich einer der Polizisten auf die Fahrbahn und hielt den Verkehr an, damit wir auf den Seitenstreifen kamen und der Verkehr wieder rollen konnte. Das Fahrzeug vom Unfallgegner war nicht mehr fahrtüchtig. Wir schleppten den Wagen bis zur nächsten Abfahrt und in eine Werkstatt. Der Fahrer kam aus Schleswig-Holstein und wir erklärten uns bereit, ihn bis Rotenburg/Wümme mit zu nehmen und ihn dort am Bahnhof abzusetzen, damit er mit der Bahn nach Hause fahren konnte. Gutmütigkeit zahlt sich nicht aus. So auch in diesem Fall. Was habe ich hinterher noch für Ärger mit der Reparatur gehabt. Die Versicherung des Unfallgegners wollte nicht zahlen, da das Fahrzeug nicht mehr versichert war, weil die Prämien nicht gezahlt wurden. Erst nach massiven Drohungen meiner Werkstatt und von mir, wurde der Schaden endlich bezahlt.

Gleich nach unserer Rückkehr gingen die Schreiben an die Touristen-Informationen entlang der Dordogne raus und die Antworten ließen nicht lange auf sich warten. Dicke Umschläge mit Prospekten brachte mir der Briefträger ins Haus. So konnten wir uns schon mal ein Bild machen von dem, was uns an der Dordogne erwarten würde. Es waren auch freundliche Schreiben dabei. In einem Ort bot uns der Bürgermeister sogar seine Wiese zum Zelten an. Robert und ich waren guter Dinge.

Wir waren startklar. Alles was wir vorbereiten konnten, war getan worden: Reiseschecks und Bargeld besorgt, das Faltboot und das Auto überprüft, Filmmaterial und Fotoapparate präpariert, Lesestoff in Form von allen bisher erschienenen Asterix-Heften besorgt, ein wenig Proviant und das wenige Gepäck und der Schlafsack im Auto verstaut. Es konnte also los gehen.

Die Anreise

Anfang Juni fuhren wir los. Erstes Etappenziel war Straßburg. Ich glaube, es war ein Mittwoch. Nach einer Nacht bei Gaby und André fuhren wir weiter ins Innere Frankreichs. Kurz vor dem Ort, ich weiß den Namen nicht mehr, wo wir unser Boot zu Wasser lassen wollten, verbrachten wir die Nacht auf einem Campingplatz in der Gegend um Clermont-Ferrand. Am Morgen suchten wir dann einen Platz an der Dordogne, wo wir das Boot und einige Gepäckstücke verstecken konnten. Wir fanden auch ein geeignetes Versteck, das wir wieder finden würden. Dann fuhren wir mit dem Auto weiter nach Bordeaux. Dort suchten wir eine „Garage“, wo wir das Auto für die Dauer der Paddeltour unterstellen konnten. In einer Werkstatt fanden wir einen Platz, machten eine Anzahlung für die Miete und fuhren mit dem Zug und dem noch verbliebenen Gepäck zurück zu unserem Boot am Oberlauf der Dordogne. Dort trafen wir am späten Freitag Abend ein. Wir bauten unser kleines Zelt irgend wo im Gebüsch auf und verbrachten eine ruhige Nacht. Nachdem wir am Sonnabend Morgen noch einige Lebensmittel für die Reise eingekauft hatten, bauten wir das Boot zusammen und ließen es zu Wasser. Die Reise nach Bordeaux konnte beginnen.

Es geht los

Bei verhältnismäßig gutem Wetter, es war trocken, paddelten wir mit der Strömung die Dordogne abwärts. Zu beiden Ufern säumten zum Teil recht steile Schluchten den Fluss. Bald ließ die Strömung nach und wir erreichten am späten Nachmittag die Talsperre des Kraftwerks bei Neuvic d’Ussel. Direkt am Staudamm suchten wir ein Plätzchen zum Zelten und machten noch einen kurzen Erkundungsgang, um zu sehen, wie es weiter gehen sollte. Unterhalb des Staudamms war der Wasserstand der Dordogne nicht all zu tief. Dafür lagen viele große und kleine Felsbrocken im Fluss. Es würde eine schwierige Paddelei werden. Als wir noch grübelten, wie es weiter gehen könnte, hörten wir ein gewaltiges Rauschen und eine mächtige Flutwelle kam heran gerauscht. Was war denn nun geschehen?

Bald hatten wir die Ursache gefunden. Im Kraftwerk wurde Strom erzeugt und die Durchflüsse zum Antreiben der Generatoren waren geöffnet worden. Die dadurch entstehende Flutwelle konnte beim Paddeln gefährlich werden. Das Wasser kam einfach zu schnell und zu heftig. Das mussten wir unbedingt im Auge behalten.
Wir beschlossen, den Sonntag hier am Staudamm zu verbringen und die Abstände des Öffnens der Schleusen zu beobachten. Es war ein trüber Sonntag, denn es regnete. So hatten wir viel Zeit, das Kraftwerk im Auge zu behalten. Im Laufe der Nacht und des Tages stellten wir fest, dass ein Rhythmus von 6 Stunden mit dem Öffnen der Schleusen bestand. Darauf konnte man sich einstellen.

Am Montag war der Regen vorbei und die Sonne meinte es gut mit uns. Wir packten unsere Sachen zusammen und schleppten alles in mehreren Gängen von der Höhe der Talsperre nach unten an den Fluss. An diesem führte ein Trampelpfad entlang, dem wir ein Stück folgten, ehe wir das Boot wieder zu Wasser ließen. Wir hatten alles im Boot verstaut und wagten uns wieder aufs Wasser. Nun mussten wir nur noch auf die Zeit wegen der Schleusenöffnung achten.
Es ging nicht allzu zügig voran. Die vielen Felsen behinderten uns doch beim Vorankommen. Aber wir hatten bis Bordeaux noch viel Zeit, knapp drei Wochen.

Eine verhängnisvolle Entscheidung

Als wir meinten, es sei an der Zeit, das Wasser zu verlassen, suchten wir nach einer Stelle, wo wir das Boot gut aus dem Wasser ziehen können. Nach der nächsten Flussbiegung sollte es unbedingt so weit sein, das würden wir noch schaffen. Wir hatten eine Stelle gefunden, wo wir das Boot an Land ziehen konnten. Robert war gerade ausgestiegen und schon an Land, als wir das „große Rauschen“ hörten. Ich konnte gerade noch aus dem Boot steigen und auf einen Felsen klettern, als die große Flutwelle das Boote erwischte. Robert hielt mit allen Kräften die Leine und das Boot. Aber vergebens. Es ging alles sehr, sehr schnell. Das Boot wurde zwischen zwei Felsen eingeklemmt und durch die Wucht des Aufpralls beschädigt. Ich saß auf dem Felsen fest und das Wasser stieg schnell. Was tun? Ich warf mich ins Wasser, hangelte mich am Boot entlang und hielt mich an der Leine fest. Die Strömung war sehr stark. Aber ich gelangte glücklich ans Ufer. Da standen wir beiden nun, und sahen unsere Felle davon schwimmen. Alles, was nicht richtig fest war, wurde durch die beiden Sitzöffnungen im Boot heraus- und fortgespült. So auch der Fotokoffer, in dem unsere Papiere, Geld und Reiseschecks verwahrt waren. Alles unterwegs Richtung Atlantik. Es blieb uns nichts anderes als zu warten, bis das Wasser wieder gefallen war, dann holten wir das zertrümmerte Boot aus dem Wasser und suchten Flussabwärts nach unseren fortgespülten Sachen. Gefunden haben wir jedoch nichts.

Zurück zum Kraftwerk

Geblieben waren unsere Schlafsäcke, die in den Spitzen des Bootes verstaut gewesen waren. Sie waren allerdings schwer, da sie mit Wasser vollgesogen waren. Wir pressten das Wasser so gut es ging heraus und machten uns mit unseren Schlafsäcken unterm Arm auf den Rückweg zum Kraftwerk. Der Weg entlang des Flussufers war sehr beschwerlich. Es war nur ein schmaler Pfad und es ging bergauf und bergab. Robert trat zu allem Unglück auch noch in eine Glasscherbe und holte sich dabei eine Schnittwunde unterm Fuß.
Bei Einbruch der Dunkelheit kamen wir endlich beim Kraftwerk an. Im Kraftwerk war schon Feierabend und wir brauchten lange, bis wir eine Person gefunden hatten. Mit meinen wenigen französischen Sprachkenntnissen versuchte ich dem guten Mann zu erklären, was uns passiert war. Er schien mich verstanden zu haben und war sehr um uns bemüht. Zunächst telefonierte er nach einem Arzt, der sich die Wunde an Roberts Fuß ansehen sollte. Der Arzt säuberte die Wunde und klebte ein großes Pflaster darauf. Es sei nicht weiter schlimm.
In der Zwischenzeit hatte der Mann im Kraftwerk einige Wolldecken für unser Nachtlager besorgt. Die Schlafsäcke hängte er hinter einen großen Ventilator an einem Lüftungsschacht zum Trocknen auf und wir fielen todmüde in die Wolldecken und haben tief und fest geschlafen. Von dem Lärm des Gebläses und im Kraftwerk haben wir nichts mehr mitbekommen.

Der Tag nach dem Unglück

Am Vormittag des Dienstags wachten wir, ganz gegen unsere Gewohnheiten, spät auf. Im Kraftwerk herrschte schon wieder reger Betrieb. Als wir uns bemerkbar machten, holte man einen Mann, der deutsch sprach. Es war ein Elsässer, dem wir unsere Lage noch einmal schilderten und der sich im Laufe des Tages ein wenig um uns bekümmerte. Um die Mittagszeit nahmen die Männer uns mit in den Ort zum Mittagessen in einen Gasthof. Es gab ein preiswertes Essen, das wir selber bezahlen mussten. Wir hatten im Stillen auf eine Spende gehofft, denn wir hatten nur noch insgesamt etwa 150 Francs, die ich lose in der Gesäßtasche stecken hatte, als wir mit dem Boot verunglückten. Wir hatten eigentlich nicht viel, womit wir wieder nach Hause kommen konnten. Um den Papierkrieg zu Hause regeln zu können, brauchten wir eine Bescheinigung mit „Brief und Siegel“. Also auf zur Polizei. Der Elsässer half uns dabei. Die Polizei stellte uns ein Protokoll aus, dass wir alle Papiere bei einem Bootsunglück auf der Dordogne verloren hätten. Damit hatten wir auf jeden Fall etwas „Amtliches“ über unser Unglück. Wir kauften noch etwas zum Essen für den Abend.
Zurück beim Kraftwerk, machten wir uns auf den beschwerlichen Weg zur Unglücksstelle um die restlichen Habseligkeiten zu bergen. Die beiden Packsäcke für das Boote waren uns glücklicherweise geblieben. Darin verstauten wir alles, was nicht mit den Wassermassen fortgetrieben war, und schleppten sie und uns mühsam zum Kraftwerk zurück. Wir verbrachten eine weitere Nacht im Kraftwerk. Diesmal aber in unseren Schlafsäcken, die inzwischen trocken geblasen waren.

Erst einmal zurück nach Straßburg

Am Mittwoch waren wir früh auf den Beinen. Wir mussten die Reise abbrechen, die so gut vorbereitet worden war. Die Umstände ließen uns keine andere Wahl. Das Auto stand in einer Garage in Bordeaux, unserem Reiseziel. Also weit weg. Aber wie kommen wir nach Bordeaux? Wir haben gerechnet und meinten, dass wir uns die Bahnfahrt dorthin leisten könnten. Also auf zum Bahnhof nach Neuvic d’Ussel. Dort war alles verdächtig ruhig. Als wir die Fahrkarten kaufen wollten, erklärte man uns freundlich, dass heute keine Züge fahren würden. Bei der Bahn wird gestreikt. Das war eine schöne Bescherung.

Es blieb also nur die Straße und das Vertrauen, dass uns jemand auf unseren hochgestellten Daumen mitnehmen würde. Wir stellten uns an die Ausfallstraße und kamen auch bald ein Stück weiter. Noch zwei kleinere Etappen schafften wir auf diese Weise. Dann nahm uns der Fahrer eines klapprigen Citroen Lieferwagens mit. Nach einer Weile hatten wir das Gefühl, dass wir dem Burschen nicht trauen konnten. Als er in einem größeren Ort an einer Ampel bei Rot halten musste, sprangen wir aus dem Auto und verschwanden. Wie wir feststellten, waren wir inzwischen in Bergerac angekommen. Der Magen knurrte, denn wir hatten noch nichts gegessen. Eine Flasche Milch und ein Baguette mussten reichen, den Hunger zu stillen. Wir kauften noch eine Landkarte und stellten uns wieder an die Ausfallstraße um weiter nach Bordeaux zu trampen. Diesmal hatten wir großes Glück. Ein älteres Ehepaar hielt an und nahm uns, ohne ‘Umsteigen‘, bis nach Bordeaux mit, direkt vor die Garage, wo unser Auto stand.
Dort staunte man nicht schlecht, als wir schon wieder zurück waren. Man hatte uns erst in zwei Wochen erwartet. Nachdem wir unsere Erlebnisse erzählt hatten, rangierte man unseren Wagen aus der hintersten Ecke der Werkstatt auf den Hof, und wir konnten abfahren. Wir fuhren noch ein Stück, dann suchten wir uns einen „Schlafplatz“ für die Nacht. Es ist recht ungemütlich, im Auto zu schlafen. Aber es blieb uns keine andere Wahl. Wir mussten unsere paar Francs zusammen halten.
Am Donnerstag fuhren wir weiter nach Neuvic d’Ussel zum Kraftwerk, wo wir unsere Reste vom Reisegepäck zwischengelagert hatten.

Wir kannten uns ja inzwischen ganz gut aus dort und durften noch einmal eine Nacht dort zubringen.
Nachdem wir uns herzlich für die viele Hilfe im Kraftwerk bedankt hatten, ging es am Freitag dann endgültig auf die Rückreise nach Straßburg. Wir ließen uns jedoch Zeit, denn ein wenig wollten wir doch noch von Frankreich sehen. Umwege konnten wir uns jedoch nicht leisten. Eine weitere Nacht im unbequemen Auto irgendwo im Lande nahmen wir in Kauf. Am Sonnabend regnete es mal wieder. Es war ein schlechtes fahren. Wir ernährten uns seit Tagen nur von Baguette und Milch. Heute leisteten wir uns zusätzlich einen Camembert. Wir fuhren bis in den späten Abend. Dann hatten wir keine Lust mehr und parkten auf einem kleinen Parkplatz an der Straße. Es war wenig Verkehr und der Regen trommelte aufs Autodach und wiegte uns in den Schlaf.
Sonntag Morgen, der Regen ist vorbei und die Sonne scheint. Wo wir genau die Nacht verbracht hatten, wussten wir nicht. Bis Straßburg war es jedenfalls nicht mehr all zu weit. Kurz vor Mittag waren wir bei Gaby und André auf dem Grünen Berg in Straßburg vor der Tür. Aber die Tür war und blieb verschlossen. Die Familie war nicht da. Der Tank im Auto war leer, der Magen war leer und das Portemonnaie auch. Es blieb uns also nur, zu warten. Wir parkten den Wagen so, dass wir die Haustür im Blick hatten. Es tat sich nichts. Allmählich wurde es im Auto zu warm und wir bekamen Durst. In der Straße war ein Bistro, von wo wir die Haustür ebenfalls einsehen konnten. Dorthin begaben wir uns, setzten uns unter einen Sonnenschirm, legten unsere letzten 13 Francs auf den Tisch und bestellten dafür eine Flasche Rosé. Bei dieser Flasche mussten wir nun lange aushalten. Am späten Nachmittag kamen unsere Freunde endlich wieder nach Hause. Sie waren auf einem Turnfest gewesen. Uns war es egal, wir hatten wieder ein Dach über dem Kopf und bekamen wieder ordentliches Essen

Endlich wieder zu Hause

Gaby und André haben uns sehr geholfen. Erst einmal haben sie uns wieder aufgepäppelt und wir durften ausschlafen. Am Montag ist André bei der deutschen Botschaft gewesen und hat sich erkundigt, ob oder wie wir wieder ohne Papiere über die Grenze nach Deutschland kommen würden. Dort meinte man, wenn wir unser Protokoll von der Polizei beim Grenzübertritt vorlegen würden, werden sie uns wieder nach Deutschland reinlassen. Dann bezahlten die beiden uns noch eine Tankfüllung Benzin und gaben uns noch einige Deutsche Mark mit, damit wir unterwegs noch einmal essen und tanken konnten. Am Dienstag fuhren wir dann los. Zu Hause wusste noch niemand von unserem Unglück, das uns erwischt hatte. An der Grenze in Kehl gab es keine Probleme. Wir wurden gar nicht nach Ausweispapieren befragt und so durchgewinkt. Die Rückfahrt bis nach Bremervörde verlief auch ohne weitere Zwischenfälle, wo wir am späten Nachmittag eintrafen. Wir fuhren aber nicht gleich nach Hause, sonder in unser Stammlokal, wo wir mit großen Augen empfangen wurden. Nach dem wir dort einen großen Teller Bratkartoffeln verzehrt hatten, ging es endlich zu unseren Eltern nach Hause.
In der folgenden Zeit hatten wir natürlich viel zu erzählen und vor allen Dingen bei den Behörden zu erledigen, bis wir alle Papiere wieder zusammen hatten.
Wir sind einigermaßen glimpflich aus der Geschichte rausgekommen. Nur das Boot musste ich abschreiben. Die Versicherung hat uns nachgewiesen, dass die Dordogne als Wildwasser eingestuft ist, und Wildwasserschäden waren nicht im Vertrag versichert.

Diese Erinnerungen wurden im April 2004 aus dem Gedächtnis heraus aufgezeichnet

© Gunter Vogt 2004

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