1962-1_4

1962-1 Großfahrt der Sippe "Seeteufel" nach Schleswig-Holstein 1962

Teilnehmer:
Klaus Buck (Affe)
Peter Senger
Rüdiger Dieckmann (Latscher)
Klaus Deutelmoser (Deutel)
Uwe Mählmann (Mehli)
Rainer Hilpert

1.Tag 21.07.1962
Wir fuhren um 7.11 Uhr von Bremervörde nach Hamburg. Dort mußten wir in den Zug nach Lübeck umsteigen und in Lübeck mußten wir noch einmal umsteigen in den Zug nach Kiel. In Eutin verließen wir den Zug. Vom Bahnhof machten wir uns auf den Weg nach Nückel, unterwegs überraschte uns ein schwerer Regenschauer. Wir waren bis auf die Haut durchnäßt. Wir stellten uns bei einer Melkanlage unter. Nach diesem Guß ging es weiter nach Nückel, wo wir bei einem Bauern übernachteten. Am Abend gingen wir in Nückel spazieren.

2.Tag 22.07.1962
Um 8 Uhr standen wir auf, wuschen uns und frühstückten. Dann zogen wir los zum See und bauten unsere Kohte auf. Nun zogen wir nach Malente, um in der Jugendherberge Mittag zu essen. Unterwegs legten wir einen anständigen Schritt auf. Vom Bauern holten wir dann unsere Sachen und zogen in die aufgebaute Kohte. Nach dem Abendbrot gingen wir noch baden, danach legten wir uns zur Nachtruhe nieder.

3.Tag 23.07.1962
Heute am Montag standen wir um 9.30 Uhr auf. Wir gingen sofort zum Waschen und räumten anschließend in der Kohte auf. Danach legten wir unsere ganzen Lebensmittel zusammen und aßen Frühstück. Danach gingen Mehli und Rainer zum Einkaufen. Kaum waren sie wieder zurück, begannen Affe und Peter mit dem Essenkochen. Deutel und Latscher holten das Feuerholz. Das Essen schmeckte gut. Den Nachmittag verbrachten wir am und im See, im Kirschbaum und in unserer Kohte. Um 18.30 Uhr aßen wir Abendbrot, anschließend gingen wir ins Bett. An diesem Abend verpaßten wir Deutel den Namen "Düdel". Vorher paddelten Peter und die anderen über den See mit einem selbstgebauten Floß, was Latscher eine Mark kostete.

4.Tag 24.07.1962
Heute standen wir um 8.30 Uhr auf. Sofort gingen Deutel und Latscher zum Kaufmann und kauften ein. Als sie wieder zurück waren, begannen wir mit dem Frühstück. Anschließend fuhren Deutel und Latscher nach Malente um Angeln zu kaufen. Kaum waren sie zurück, gab es etwas zu essen. Mehli und Rainer hatten vorzügliche Makkaroni mit Backobst gekocht. Peter und Affe holten das Holz dazu. Am Nachmittag angelten wir. Wir fingen sogar 3 Fische, d.h. es waren mehr, aber wir warfen einige wieder hinein, weil sie zu klein waren. Abends brieten wir sie. Als wir zu Abendbrot gegessen hatten, gingen wir schlafen. Mehli und Rainer gingen noch nach Malente und kehrten gegen 22 Uhr zurück.

5.Tag 25.07.1962
Heute standen wir um 8 Uhr auf. Zuerst wuschen wir uns. Dann bereiteten Deutel und Latscher das Frühstück. Danach gingen Affe und Peter zum Kaufmann. Inzwischen holten Mehli und Rainer Feuerholz. Als sie zurück waren, sprang Deutel für 1,--DM in voller Kluft in den See. Mehli tat dasselbe in seinem Traningsanzug ebenfalls für eine Mark. Als Peter und Affe zurückgekommen waren, kochten Deutel und Latscher einen Fraß, der vorzüglich schmeckte. Gleich nachdem wir gegessen hatten gingen Affe, Peter, Rainer und Latscher zum Angeln. Latscher fing sogar zwei Fische. Gegen 4 Uhr brachen wir das Angeln ab. Deutel und Latscher wuschen nun ab. Deutel den Kochtopf und Latscher die Kochgeschirre. Als sie damit fertig waren, setzten wir uns in die Kohte und vertrieben die Langeweile mit Spielen und mit Gesang. Gegen 17.30 Uhr aßen wir Abendbrot. Peter Senger aß die Fische ganz alleine auf. Nach dem Abendbrot schnürten wir unsere Kohte zu und gingen "schlafen", d.h. wir krochen in unsere Schlafsäcke. An schlafen war noch nicht zu denken. Gegen 22 Uhr schliefen dann aber doch alle.

6 Tag. 26.07.1962
Heute standen wir um 9.30 Uhr auf. Da es draußen regnete, bereiteten wir unser Frühstück in der Kohte. Kaum waren wir mit dem Essen fertig, gingen wir uns waschen. Danach gingen Mehli und Rainer zum Einkaufen, und Deutel und Latscher holten Feuerholz. Peter und Affe machten in der Zwischenzeit die Kochstelle sauber. Bald darauf waren Mehli und Rainer zurück, und das Essen wurde von Affe und Peter zubereitet. Um 14.30 Uhr war es dann soweit. Der Fraß fand allgemeinen Anklang. Der Nachtisch besonders. Danach gingen Affe und Rainer "Kirschen essen". Aber sie aßen keine Kirschen, sie rissen die Kohte um. Deutel bekam die Kohtenstange auf den Kopf. Nun hatte er seine Beule weg. Danach gingen wir tatsächlich Kirschen essen. Deutel blieb in der Kohte und erholte sich von dem Schreck. Gegen 16.30 Uhr gingen Peter und Rainer zum Bauern und zur Post. In der Zwischenzeit wuschen Mehli und Affe das Geschirr ab. Deutel saß während der Zeit in der Kohte und klimperte auf Peters Klampfe. Danach gingen wir zum Angeln. Wir fingen 2 kleine Fische, die wir wieder hinein warfen. Bald verloren wir die Lust und gingen in die Kohte. Nach kurzer Zeit kehrten Peter und Rainer zurück. Wir bereiteten das Abendbrot und aßen. Danach bauten wir die Kohte ab, und beseitigten alle Reste. Als der Kohtenplatz sauber war, brachten wir unsere Sachen zum Bauern. Nun gingen wir noch einmal nach Nückel um etwas zu trinken. Wir kehrten gegen 22.30 Uhr zurück. Langsam schliefen wir ein.

7.Tag 27.07.1962
Am anderen Tag wollten wir bis Kiel wandern. Da es aber regnete, schliefen wir bis 12 Uhr. Dann wuschen wir uns. Allmählich hörte es auf zu regnen und wir machten uns zum Marsch bereit. Wir wanderten nach Malente. Dort holten wir uns aus einem Bäckerladen Brötchen, die wir sofort aßen. Dann marschierten wir über Gebrin zum Sophienhof. Dort schlugen wir in der Nähe einer Kirche die Kohte auf. Vom langen Wandern waren wir sehr müde, so daß wir schnell einschliefen.

8.Tag 28.07.1962
Am nächsten Morgen standen wir um 4 Uhr auf. Dann wuschen wir uns in einem kleinen Bach. Auf dem Hin- und Rückweg aßen wir Himbeeren. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und gingen los. Nach kurzem Wandern trafen wir eine Sippe aus Bremervörde. Dann begrüßte man sich. Dann wurden noch ein bißchen die Erlebnisse erzählt. Latscher machte noch einige Aufnahmen. Dann teilten wir uns, und die Wanderung wurde fortgesetzt. In einem Ort vor Preetz aßen wir Kuchen und Brötchen. Von Preetz wanderten wir weiter nach Raisdorf. Dort kauften wir ein. Wir gingen dann zu einem See wo wir unsere Kohte aufschlagen wollten. Da aber das Zelten dort verboten war fuhren wir mit dem Bus nach Kiel. Von dort aus ging es weiter nach Gettorf.Aus dem Zug sahen wir, daß Pfadfinder in der Schule übernachten wollten. Wir gingen, als wir in Gettorf angelangt waren, zur Schule wo wir auch übernachten wollten. Am Abend gingen wir zum Schützenplatz. Um 23 Uhr gingen wir zur Schule wo wir uns sofort zum Schlafen legten.

9.Tag 29.07.1962
Heute sind wir nun schon eine Woche auf "Großer Fahrt" . Der Tag beginnt heute mit frühem Aufstehen (7 Uhr). Aufgewacht sind wir schon um 6 Uhr. Wir versuchten uns allmählich zu waschen und packten das Gepäck. Peter fragte den Hausmeister, ob wir auf dem Schulhof übernachten dürfen. Wir dürfen!!, und bekommen sogar noch den Schlüssel für die Toilette. Danach wird gegessen. Das Essen (Brot) wird vermischt (im Mund) mit kostenloser Milch, die wir von den Rheinländern abgestaubt haben. (Hätten noch mehr kriegen können). Wir warten bis die Rheinländer abgezogen sind und schlagen unsere Kohte auf. Wir latschen dann los zum Holzholen, und Latscher und Deutel die Meisterköche, beginnen mit ihrem hervorragenden Fraßkochen. Es "sollte" geben: Reis mit Gulasch und Fleischeinlage. Es "wurde": Reis mit viel Wasser vom 1. Koch Latscher und mit schmackhafter Salzeinlage von Deutel. Nachdem wir den Fraß gekostet haben, lassen wir Deutel und Latscher zum Weiteressen an der Kohte und gingen los um den Schützenumzug anzusehen. Wir haben bald davon genug und gehen zur Kohte. Ein neues Mittagessen wird gekocht (Makkaroni mit Backobst). Wir ziehen uns nachher an oder schmeißen uns in Schale für den "Bums" (zitiert von Latscher). Auf dem Markt gefällt uns besonders die gute Berg- und Talbahn. Wir waren alle sehr aktiv (ganz allein). Mehli und Rainer allein! Danach großer Zapfenstreich mit viel Gesang. Rainer will in der Kohte unbedingt eine weiße Katze haben. Er fühlt sich einsam. Um 24 Uhr werden wir von Rabauken aufgeweckt. Welche Leute sind es? D i e C u x h a v e n e r ! Wir weisen sie in den Flur der Turnhalle ein. Wir haben endlich unsere Ruhe mit Katze.

10.Tag 30.07.1962
Das neue Sippenmitglied : KATZE MAUTZ
Katze Mautz ist eine Katze, wo weiß ist. Sie hat auch schönes Fell und blaue (wie der Himmel) Augen. Farbe von das Fell: ganz weiß. Ist stubenrein. Heute wird in Etappen aufgestanden. Latscher zieht mit Deutel los nach Kiel, um Post zu holen. Mehli und Rainer machen Frühstück und die anderen stehen auch auf. Nach dem Frühstück wird gleich mit Pfannkuchen backen angefangen. (Auch etappenweise) Es wird bis 15.30 Uhr gebacken. Als Affe und Peter fertig mit dem Essen sind fahren sie los nach Eckernförde um Anträge zu holen. Bekommen keine. Vorher große Schweinerei passiert in Kiel: Sippe "von der Hude" hat viel Post von uns abgeholt. Das ist nicht schön. Am Nachmittag sehen wir noch einmal Gettorf an und essen dann. Am Abend latschen wir noch einmal los und machen das Dorf unruhig.
(Seid bitte ruhig: ELTERN!!!)
Dann gehen auch wir schlafen.

11.Tag 31.07.1962
Heute stehen wir um 8 Uhr auf. Nach dem Waschen bereiten wir das Frühstück vor. Peter und Affe holen die fehlenden Sachen für das Frühstück. Für die Sippenkatze bringen sie noch eine Dose Kittekat mit. Die Katze haut richtig rein. Als wir ihr die Dose wegnehmen, da sie ihren Teil hatte, lief sie wie wild in der Kohte herum und suchte die Dose. Hiernach ließen wir uns das Frühstück schmecken. Gleich nach dem Essen begannen wir mit dem Packen und dem Abbau der Kohte. Peter und Affe gingen noch einmal ins Dorf und holten Cornflakes und Milch. Indessen trafen auch Karl und Teddy bei der Turnhalle ein. Wir wollten die Katze in einer Papiertüte mit ins Bundeslager nehmen. Sie lief uns aber leider davon. Nun schulterten wir unsere Affen und gingen zum Bahnhof, wo auch die Sippe "von der Hude" eingetroffen war. Plötzlich begann es zu regnen. Wir hatten großes Glück, daß ein Verpflegungswagen vor- beikam, der unsere Sachen mit zum Bundeslager nahm. Jetzt kamen wir etwas schneller vorwärts. Ein Trecker nahm uns noch etwa 1km mit. Im Bundeslager suchten wir uns erst einen guten Kohtenplatz aus und holten dann unsere Sachen vom Lagertor. Als wir wieder beim Kohtenplatz waren, begannen wir sofort mit dem Aufbau der Kohte. Da der lehmige Boden vollkommen durch den Regen durchnäßt war, mußten wir uns eine Unterlage schaffen. Teddy riet uns, die Unterlage durch Zweige zu schaffen. Dieses taten wir dann auch. Wir schnitten kurze Zweige von den Bäumen in der Umgebung ab und füllten damit den Boden der Kohte mit einer dicken Schicht aus. Wir bekamen von Karl noch eine Vierecksplane, die wir noch auf die Zweige legten. Nun konnten wir endlich ein- räumen. Mehli und Rainer meldeten sich für den Wirtschaftsdienst für unsere Landesmark. Sie kauften auch das Abendessen ein. Nachdem das Brot geschmiert war, begannen wir sofort mit dem Essen. Dann besahen wir uns noch einmal das Lager an, und gingen dann gegen 23 Uhr zum Schlafen in die Kohte. Um 23 Uhr war allgemeine Nachtruhe.

12.Tag 01.08.1962
Am heutigen Tage wurden wir schon um 5 Uhr von den Harsefeldern geweckt. Wir gingen sofort zum Waschen und schmierten anschließend unser Frühstücksbrot. Nach dem Essen rissen wir die Kohte ab, da wir sie auf dem Pfadfinderlauf mitnehmen sollten. Unsere Schlafsäcke und die Ersatzwäsche legten wir in die Kohte
der Sippe "von der Hude". Auch Deutel legte sich dort in die Kohte, um weiter zu schlafen. Für ihn nahm sein Bruder Püster am Lauf teil. Nachdem wir alles eingepackt hatten, gingen wir zum Bannermast, wo der Lauf um 8.30 Uhr beginnen sollte. Peter war unser Sippenführer. Beim ersten Posten mußten wir Wasser zum Kochen bringen und dann ein Würstchen kochen. Das Würstchen wurde anschließend aufgegessen. Der zweite Posten prüfte uns in Pflanzenkunde und im Singen. Nach dem Hürdenlauf mußten wir ein Fahrrad flicken. Beim nächsten Posten mußten wir ein zerschnittenes Foto zusammensetzen und dann einen Durchstich mit einer Stecknadel suchen. Wir mußten nun suchen, wo das Bild aufgenommen war und dann auf dem durchstochenen Fleck einen Gegenstand suchen, diesen Gegenstand mußten wir dann beim Posten genau beschreiben. Bei den folgenden Posten mußten wir unsere Affeninhalte vorzeigen und jeder die Personalien seiner Sippenmitglieder aufschreiben. Ein Verunglückter mit einem Oberschenkelbruch mußte verarztet werden und eine Trage für den Verletzten gebaut werden. Auf der Wiese neben dem Flaggenmast mußten wir unser Dreibein aufbauen. Beim vorletzten Posten mußten wir mit unserem Gepäck einen Fluß überqueren. Hinter dem Schloß mußten wir unsere Kohte auf- und wieder abbauen. Es ging nach Schnelligkeit. Wir bauten unsere Kohte in 3 Minuten auf und in 1 1/2 Minuten wieder ab. Wir waren die schnellste Sippe aller Teilnehmer. Hiermit war der Lauf beendet. Unser Stamm hatte indessen schon angefangen, einen Kochtisch zu bauen. Wir halfen ihnen dabei. Den ganzen Kochstand versahen wir mit einer dicken Lehmschicht. Da der Lehm sehr naß war, bekamen wir das Feuer nur sehr schwer an. Peter und Affe kochten Nudeln mit Backobst. Nach dem Essen wuschen wir ab. Am Nachmittag erfuhren wir, daß wir 7. im Pfadfinderlauf von 24 Sippen geworden waren. Harsefeld erreichte einen 3. Platz und kam damit in die Entscheidung. Nach dem Abendessen konnte jeder machen was er wollte. Um 23 Uhr gingen wir wieder schlafen.

13.Tag 02.08.1962 (Besuchertag)
Unsere Sippe stand heute um 7.30 Uhr auf und ging dann zum Flaggenhissen unserer Landesmark. Anschließend gingen wir zum Waschen. Mehli und Rainer schmierten die Brote. Nach dem Frühstück besserten wir den durchgebrannten Kochtisch mit neuem Lehm aus und hackten Holz für das Mittagessen. Zum Mittagessen gab es Kartoffeln, Koteletts, Mischgemüse und als Nachtisch Pudding. Beim Essenbereiten mußten alle mithelfen. Es wurde auf drei Kochstellen gekocht und gebraten. Rainer wurde beim Braten der Koteletts vom Fernsehen gefilmt. Karl und ein Gnarrenburger aßen bei uns mit. Das Essen schmeckte ausgezeichnet. Mehli und Rainer wuschen das Geschirr ab. Wir guckten beim Handballspiel zu. Nachmittags gab es Hedwige und Kakao. Nach dem Essen guckten wir beim Lagerzirkus zu. Gegen Abend trafen auch die Jungrover im Lager ein. Nach dem Abendessen gingen wir noch an die Ostsee. Gegen 23 Uhr trafen auch Buffy, Robert und Hans-Hermann ein. Wir legten uns jetzt auch bald in die Kohte um zu schlafen.

14.Tag 03.08.1962 (Bundesfest)
Am heutigen Tage standen wir um 7 Uhr auf. Wir wuschen uns zuerst und schmierten dann das Brot. Um 8.30 Uhr traten wir zum Flaggen hissen an. Nach dem Essen spielte eine Auswahl unserer Landesmark gegen eine andere Handball. Das Spiel wurde gewonnen. Anschließend fand auf der Wiese vor dem Schloß ein römisches Wagenrennen statt. Die Jungrover nahmen an diesem Rennen teil und belegten den 4. Platz. Latscher und Deutel bereiteten das Mittagessen vor. Es gab Kartoffeln mit Spinat und Eiern. Latscher und Deutel wuschen nach dem Essen die Kochgeschirre ab. An diesem Nachmittag fand der Laienspielwettbewerb statt. Die Sippe "von der Hude", verstärkt durch Deutel, nahm an dem Wettbe werb teil. Sie belegte mit ihrem Spiel den 7. Platz. Der 1. Platz fiel an die Schwaben mit dem Spiel "Die 7 Schwaben". Zum Kaffee gab es Hedwige und Milch. Nach dem Abendessen fand der Singewettstreit statt. Unser Stamm konnte leider nicht mitmachen, da zu wenige von der Singegruppe ins Bundeslager gekommen waren. So nahm nur Harsefeld aus unserer Landesmark an dem Singewettstreitteil. Sie belegten einen 3. Platz. Gegen 23 Uhr gingen wir schlafen.

15. Tag 04.08.1962
Heute standen wir um 7 Uhr auf. Danach gingen wir zum Waschen. Peter und Affe schmierten das Brot. Nach dem Essen wurden die Flaggen gehißt. Dann fand die Entscheidung der besten acht Sippen beim Pfadfinderlauf statt. Die Sippen mußten u.a. einen Baumstamm durch sägen, eine Kohte aufbauen, mit einer Seilbahn vom Baum fahren, auf einem Baum ein Feuer anzünden, einen Fluß überqueren und einen Geschicklichkeitslauf durchführen. Die Harsefelder belegten einen 5. Platz. Zu Mittag gab es Kartoffeln mit Sülze. Nach dem Essen wurde abgewaschen. Nachmittags machte jeder was er wollte. Gegen 19 Uhr gab es Abendbrot. Um 21 Uhr spielten die Schwaben noch einmal ihr Spiel für die Wochenschau. Anschließend ging es um die Entscheidung im Singwettstreit. Harsefeld mußte sich mit dem 3. Platz zufrieden geben. Um 23 Uhr gingen wir dann schlafen.

16.Tag 05.08.1962
Um 7 Uhr war allgemeines Wecken. Wir gingen sofort zum Waschen und aßen danach unser Frühstück. Nach dem Flaggenhissen gingen wir von der Landesmark ins Wölflingslager um Kartoffeln zu schälen. Nach dem Schälen setzten wir uns noch ein wenig an den Strand. Als wir wieder im Lager waren, gingen wir sofort zur Schlußfeier. Nach der Schlußfeier wurde gegessen. Wir bekamen fertiges Essen aus dem Wölflingslager. Es gab Kartoffeln mit Fleisch, Gemüse und Soße. Zum Kaffee gab es Butterkuchen und Kakao. Nachmittags gingen wir noch ein wenig an die Ostsee. Deutel badete. Nach dem Abendbrot packten wir unsere Sachen und gingen zusammen mit den Jungrovern zu einem Bauern kurz vor Gettorf. Deutel hatte Glück und wurde von einem Mopedfahrer mitgenommen. Wir bekamen noch von einigen Pfadfindern ein Eis zu 20 Pfg. geschenkt. Dann trafen wir den Verpflegungswagen, der unsere Sachen mitnahm. Nachdem wir unsere Schlafsäcke ausgebreitet hatten, gingen wir noch nach Gettorf. Kurz nach 22 Uhr waren wir zurück und legten uns schlafen.

17.Tag 06.08.1962
Um 8 Uhr standen wir heute auf und wuschen uns anschließend. Nachdem wir die Sachen gepackt hatten und gegessen hatten, gingen wir noch nach Gettorf. Wir brachten unsere Sachen zum Bahnhof und gingen dann noch ein Eis essen. Bei der Abfahrt aus Gettorf war der Zug überfüllt und so mußten wir alle stehen. In Kiel stiegen wir in den Zug nach Lübeck um. Jetzt bekamen wir wieder einen Sitzplatz. Bis nach Hamburg spielten wir Karten. In Hamburg ließen wir uns ein Würstchen geben. Indessen waren auch die Jungrover eingetroffen. Nun fuhren wir weiter nach Stade und stiegen dann in den Triebwagen nach Bremervörde um. Gegen 16 Uhr trafen wir in Bremervörde ein.

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