Seeteufel

Chronik der Sippe "Seeteufel"

BUND DEUTSCHER PFADFINDER
Landesmark "Waterkant"
Horst "Hostinga"
Stamm "Fliegender Pfeil"
Trupp "Ritter von Vörde"
Sippe "Seeteufel"

Anmerkung zur Sippenchronik der Sippe "Seeteufel". Da in den Jahren 1959, 1960 und 1961 keine Chroniken geschrieben wurden, stützt sich unsere Chronik nur auf die Erinnerungen unserer Sippenmitglieder und auf Großfahrtberichte.

Das Jahr 1959
Auf dem Pfingstlager in Fuhlsbüttel 1959 wurde die Sippe "Seeteufel" neu anerkannt. Es gab schon vorher eine Sippe "Seeteufel" deren Wimpel und deren Wappen wir übernahmen.
Die Mitglieder der neuen Sippe waren aus der Meute unseres Stammes hervorgegangen.
Es waren:
Hans Borchardt
Klaus Buck
Klaus Deutelmoser
Eberhard Dude
Wolfgang Eggers
Karl-Heinz Hochhaus
Hermann Gathmann
Uwe Mählmann
Friedel Petersen
Der Sippenführer war Günter Hogenkamp ( Käpt'n ). Er unternahm mit uns viele Wochenendfahrten. Die Ziele waren u.a. Plönjeshausen und Granstedt. Eine Großfahrt wurde in diesem Jahr noch nicht durchgeführt, da die Sippe zu jung war.
Im August fand eine Jungpfadfinderprobe statt. Diese Probe fand in Bademühlen in der Jugendherberge statt.
Aus unserer Sippe nahmen:
Hermann Gathmann
Klaus Buck
Uwe Mählmann
Eberhard Dude teil.
Eberhard Dude erreichte nicht die Mindestpunktzahl und wurde deshalb auch kein Jungpfadfinder. Auf der Sonnenwendfeier unseres Stammes wurden die nicht durchgefallenen Teilnehmer des Laufes zu Jungpfadfindern ernannt. Sie legten ihr Versprechen ab.
Das waren kurz und bündig die Ereignisse in unserer Sippe im Jahre 1959.
In unserer Sippe haben wir nun 3 Mitglieder mit Jungpfadfinderversprechen und 6 Mitglieder mit Wölflingsversprechen.
Das Jahr 1960
Am Anfang des Jahres fanden wieder Jungpfadfinderproben statt. Diesmal nahmen aus unserer Sippe Hans Borchardt und Klaus Deutelmoser teil. Beide bestanden diese Probe.
Als nächstes Ereignis stand das Pfingstlager bevor. Auf diesem Pfingstlager legten die beiden erfolgreichen Teilnehmer des Jungpfadfinderlaufes ihr Versprechen ab. Dieses Pfingstlager fand in Granstedt statt.
Nach dem Pfingstlager schied Wolfgang Eggers aus dem B.D.P. aus und Eberhard Dude trat in die Sippe "von Zesterfleht" ein. Das größte Ereignis dieses Jahres war die Großfahrt. Sie führte uns nach Schleswig-Holstein.
Die Teilnehmer waren:
Klaus Buck
Hermann Gathmann
Karl-Heinz Hochhaus
Uwe Mählmann
Peter Senger
Die Fahrt begann am 02.07.1960 und endete am 17.07.1960.
Im September traten Hermann Gathmann und Karl-Heinz Hochhaus aus dem B.D.P. aus.
Das Späherlager während der Herbstferien in Harsefeld (Walkmühle) besuchten:
Uwe Mählmann
Klaus Buck
Beide bestanden das Lager. Sie wurden gleich auf dem Lager zu Spähern ernannt.
Der Stamm führte auch in diesem Jahr eine Sonnenwendfeier durch, an der auch unsere Sippe teilnahm.
Am Ende des Jahres wird Klaus Wolter unser Sippenführer, weil Günter Hogenkamp zur Bundeswehr mußte. Er war ein guter Sippenführer.
Das Jahr 1961
Das Pfingstlager stand bevor, als Rüdiger Dieckmann in den B.D.P. und in unsere Sippe eintrat. Eine Woche später kam Rainer Hilpert aus der Sippe "von Zesterfleht" zu uns.
Auf dem Pfingstlager wurde unser Sippenführer Klaus Wolter zum Jungfeldmeister ernannt. Nach dem Pfingstlager führten wir noch einige Wochenendfahrten durch.
Auf den Treffen bereiteten wir unsere Großfahrt vor. Wir einigten uns auf den Termin vom 22.07.1961 - 05.08.1961. Zwei Teilnehmer wurden im letzten Augenblick krank. So fuhren nur 4 Jungen los. Die Fahrt ging ins Weserbergland.
Auch nach dieser Großfahrt führten wir noch Wochenendfahrten durch.
Bald nach der Großfahrt legte Klaus Wolter sein Amt als Sippenführer nieder. Nun wird Mehli für einige Wochen SiFü. Danach übernimmt Friedel Petersen dieses Amt.
Anfang Dezember finden Jungpfadfinderproben statt. Friedel Petersen und Rüdiger Dieckmann nehmen mit Erfolg daran teil.
Kurz vor Ablauf des Jahres wird Rüdiger Dieckmann Sippenführer.
Mehli wird stellvertr. Sippenführer und Kassenwart. Klaus Borchardt wird Sippenchronist. Klaus Buck wird Koch und Wimpelträger. Rainer Hilpert Stammesbannerträger. Friedel Petersen wird Heizer und Klaus Deutelmoser wird Stammesratsabgeordneter. Das Material verwaltet Rainer Hilpert.
Der Stamm führt auch in diesem Jahre eine Sonnenwendfeier durch. Unsere Sippe baut das Feuer auf. Auf dieser Sonnenwendfeier werden Friedel Petersen und Rüdiger Dieckmann zu Jungpfadfindern verpflichtet. An dem Werklager in Wüstewohlde nimmt aus unserer Sippe Rüdiger Dieckmann teil.
Das Jahr 1962
In den Frühjahrsferien nehmen Klaus Deutelmoser und Rüdiger Dieckmann mit Erfolg am Späherlager teil. Sie werden auf dem Lager zu Spähern verpflichtet.
Auf den Sippentreffen arbeiten wir jetzt an den Aufgaben des Pfingstlagers. Wir schreiben eine Sippenchronik, planen die Großfahrt, entwerfen ein Lagertor, bauen es und fertigen ein Sippenwappen an. Außerdem bereiten wir uns auf den Lauf des Pfingstlagers vor.
Hans Borchardt ist beurlaubt und tritt am 1. Mai aus dem B.D.P. aus. Seine Kluft soll verkauft werden. Ihle ist beurlaubt. Die Kluft von Hans Borchardt ist eingezogen und bis auf das Bundeshalstuch verkauft.
Am 26. Mai fahren Klaus Deutelmoser, Klaus Buck und Rüdiger Dieckmann nach Plönjeshausen. Dort übernachten sie. Am anderen Morgen wecken uns Mehli, Rainer und Uwe Paulsen auf. Sie fahren vor nach Granstedt und beginnen dort mit dem Lageraufbau für das Pfingstlager. Wir fahren, nachdem wir unsere Sachen gepackt und alles wieder verschlossen haben, los.
Kaum sind wir da, essen wir erst einmal, um für die schwere Arbeit gerüstet zu sein. Dann fangen wir an. Wir suchen geeignete Stämme und binden sie zusammen. In der ganzen Heide hört man den Schreckensruf von Paulus: "SATTE BÜNDE, SATTE BÜNDE". Und so werden es satte Bünde.
Als wir so ziemlich fertig sind, räumen wir unseren Arbeitsplatz auf und essen. Deutel ist natürlich wieder der Verfressendste. Danach ein kurzer Mittagschlaf. Dann wieder ran an die Arbeit. Wir machen noch schnell die letzten Bindungen, und wieder hört man Paulus den Friesenlümmel (Thies) zitieren: "SATTE BÜNDE, SATTE BÜNDE". Paulus setzt sich sehr dafür ein, daß die Bindungen sauber und ordentlich werden.
Kaum sind wir damit fertig, erscheint Buffy auf der Bildfläche. Er ist zur Zeit unser Landesfeldmeister und will uns zeigen, wo wir das Lagertor eingraben sollen. Deutel fährt nun noch zum Krämer und holt uns einen Schluck Brause. Anschließend fährt er zum Bauern Heinhorst und holt uns einen Spaten, da die Arbeit mit einem Feldspaten zu langwierig ist. Die Löcher (4 Stück) werden 80 cm tief ausgehoben. Nun heißt es tragen. Wir bringen das fertige Lagertor zu seinem endgültigen Standpunkt. Nun prüfen wir noch, ob die Löcher den richtigen Abstand haben und dann stemmen wir alle zusammen das Tor hoch. Nun werden die Pfosten fest eingestampft und das Tor steht.
Nun ist die Freude natürlich groß und wir prüfen die Festigkeit des Tores. Wir steigen mit 4 Mann auf das Lagertor und schaukeln, und oh welch Wunder, es hält dieser Belastung stand. Nachher steigt Rainer noch einmal hinauf und Latscher fotografiert ihn.
Nachdem wir alles aufgeräumt und den Spaten und die Brauseflaschen weggebracht haben, fahren wir los. Wir erreichen um 17.30 Uhr Bremervörde.
Unsere Teilnahme am Pfingstlager 1962
Mehli, Deutel und Latscher fahren am Freitag um 17 Uhr vom Haus der Jugend los. (8.Juni).
Sie bauen das Lagertor zu Ende (die beiden Seitenstreben). Danach bauen wir unsere Kohte auf. Anschließend gehen Latscher und Mehli zum waschen. Als wir zurück sind, essen wir, Deutel ist noch nicht da. Dann kommt auch er. Oskar (der Große) bringt seine Sachen in unsere Kohte. Wir packen uns in die Falle. Mehli geht noch mit den Jungrovern ins Dorf. Oskar fährt mit dem Motorrad weg. Er kommt gegen 11 Uhr ganz verfroren wieder. Er kocht sich noch etwas Warmes auf dem SpiritusKocher. Kurz bevor er damit fertig ist, hört man einen singenden Haufen sich nähern "CHING, CHING, CHING....". Einer von ihnen ist Mehli. Oskar ist sehr böse über diese Störung und er bölkt los. Kaum ist Mehli in der Kohte, gehen wir pennen.
2.Tag 05.06.1962
Um sieben Uhr stehen wir auf. Wir gehen sofort zum Waschen. Dann räumen wir die Kohte auf.
Wir suchen unsere Essenssachen zusammen und verkrümmeln uns hinter die Kohte. Deutel ist natürlich wieder der Verfressendste (wie immer). Nach dem Essen gehen wir zum Baden. Danach wird Reis gekauft, damit wir Mittag essen können. Affe und Rainer treffen ein, und es kann losgehen. Der Reis brennt uns nicht an, er wird nur ein wenig zu dick. Aber das macht nichts. Hauptsache es schmeckt uns. UND ES SCHMECKT!
Nachmittags verkündet uns Karl Drewes, unser Horstführer, daß wir unsere Kohte umsetzen müssen. Wir suchen uns gleich den besten Platz von den noch vorhandenen aus, und bauen unsere Kohte auf. Wir tun dies nicht gerne, aber wir gehorchen unserem LFM Buffy.
Jetzt wird der Kochtopf ausgewaschen und es wird gebadet. Kaum sind wir zurück, suchen wir uns einige Pfadfinder und gehen zum Sportplatz. Unterwegs treffen wir einige Wölflinge mit ihrem Führer, die auch dorthin wollen. Wir streiten uns zuerst mit ihnen, aber dann geben wir nach, denn der Pfadfinder ist duldsam.
Um 18 Uhr stellen wir uns vor der Jurte des LFM auf, und das Lager wird eröffnet.
Nach der Eröffnung essen wir Abendbrot und stellen uns dann vor unserer Kohte auf. Wir maschieren zum Lagerwettstreit. Bremervörde und Harsefeld liegen an der Spitze, aber unser Stamm siegt.
Anschließend geht's zum Waschen und dann in die Koje.
3.Tag, 10.06.1962
7 Uhr aufstehen. Anschließend waschen und frühstücken. Dann räumen wir in unserer Kohte auf und rüsten uns zu dem Pfadfinderlauf. Wir bauen unsere Kohte ab und marschieren samt Kohte und Kohtenstangen los.
Auf dem Lauf müssen wir Pflanzen sammeln, Feuerstellen bauen, eine Trage bauen, Knoten herstellen, und unsere Kohte aufbauen und abbauen, u.s.w.
Gegen Mittag erreichen wir mit letzter Kraft das Lager. Ich fahre einkaufen (Makkaroni und Backobst). Die anderen bauen inzwischen die Kohte auf und räumen unsere Sachen ein. Nachdem ich (Latscher) wieder zurück bin, kochen wir. Der Fraß schmeckt ausgezeichnet, nur ein bißchen wenig für 13 Mann. (Seeteufel und Meute unseres Stammes)
Nachmittags findet der Laienspielwettbewerb, bei dem wir als 2. und 3. Sieger hervorgehen, statt. Im Dichterwettbewerb werden wir erster.
Abends findet eine Feuerrunde statt. Teddy spricht über den Ablauf in unserem Stamm seit dem letzten Pfingstlager. Wir lernen neue Lieder für das Bundeslager. Am Ende der Feier legen einige Jungpfadfinder und einige Wölflinge ihr Versprechen ab. Danach hauen wir uns sofort hin und schlafen ein.
4.Tag 11.06.1962
7 Uhr aufstehen, dann waschen und frühstücken. Dann besorgen wir uns die Sachen, die wir zum Kochen brauchen. Wir kochen Kartoffelsuppe auf böhmische Art mit Wursteinlage. Sie wird 7. im Kochwettbewerb. ( 20 Teilnehmer ) Sie schmeckt ganz gut. Gleich nach dem Essen reißen wir unsere Kohte ab, und packen unsere Sachen.
Dann kommt der Abschlußkreis. Die Ergebnisse der Wettbewerbe werden bekanntgegeben. Wir verabschieden uns. Ich fahre sofort los, den Kochtopf zu waschen. Als ich zurückkomme, sagt man mir, daß Deutels gesamtes Gepäck weg ist. Wir suchen, aber finden es nicht. Dann fahren wir los. Wir sind gegen 17 Uhr. in Bremervörde.
Treffen am 15. Juni 1962.
Das Treffen fällt mangels Beteiligung aus.
Treffen am 22. Juni 1962
Latscher legt sein Amt als Sippenführer nieder, da er sich nicht länger von einzelnen Sippenmitgliedern auf der Nase herumtanzen lassen will.
Treffen am 26. Juni 1962
Wir besprechen unsere Großfahrt aufs genaueste. Schweinchen können wir als Gast begrüßen. Deutel hat, oh welch ein Wunder, das Jungenleben Nr. 3 und 4 mitgebracht. Nr. 2 fehlt trotz unserer Bemühungen immer noch.

Großfahrt 1962
Unsere Großfahrt fand vom 21.07 bis zum 06.08 statt.
Die Teilnehmer waren:
Klaus Buck
Peter Senger
Rüdiger Dieckmann
Klaus Deutelmoser
Uwe Mählmann
Rainer Hilpert

Großfahrt 1963 nach Schweden
Unsere Sippe fuhr mit 6 Mann. Es waren:
Peter Senger - Leo
Uwe Mählmann - Mehli
Rainer Hilpert - Rainer
Klaus Buck - Affe
Klaus Deutelmoser - Deutel
Wolfgang Meincke - Otto

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